Die sollten Sie bei Ihrer Wanderung mitführen:

Schuhwerk / Pfoten / Leine

Achten Sie immer auf gute Wanderschuhe. Bevorzugen Sie hohe Wanderstiefel, da viele Wege steinig, sandig und sehr uneben sind. Die "Rote Erde" in Verbindung mit Wasser (z.B. nach Regen) kann gerade auf dem Kalkstein sehr glatt und rutschig werden. Wurzeln, Steine, Schutt, Geröll und schmieriger Fels wechseln sich oft ab. Wer sich hier aus Unvorsichtigkeit überraschen lässt, rutscht plötzlich weg. Kontrollieren Sie die Pfoten Ihres Hundes während und vor allem nach der Wanderung. Üblicherweise sind Hundepfoten zwar robuster als man vermutet, aber jeder Hund ist anders und Stadthunde sind den steinigen Untergrund eventuell nicht gewohnt.

Neben dem Halsband sollten Sie für die Wanderung ein gut sitzendes Brustgeschirr verwenden. Es ist besser für die Halswirbel und übt weniger Druck auf die Nervenbahnen des Rückens aus. Um dem Hund in Gebieten mit Schafen oder Ziegen aber genug Lauffreiheit zu lassen, würden wir eine 5 Meter-Laufleine (bei leichten Hunden auch gerne eine Flexi-Gurtleine) empfehlen.

Achten Sie aber darauf, dass Ihr Hund Sie bergab nicht zieht, um nicht Gefahr zu laufen zu stürzen.


Verpflegung

Wasservorräte: Planen Sie für sich zwischen 1,5 und 2 l Wasser ein, abhängig von der Wanderstreckenlänge und der Temperatur. Vergessen Sie dabei auf keinen Fall, dass Ihr Hund wesentlich mehr Durst verspüren wird als normalerweise, so dass Sie auch für ihn je nach Größe mindestens 1 l Wasser und ein entsprechendes Gefäß mitnehmen sollten (faltbarer Trinknapf).

 

Verpflegung: Unterschätzen Sie nicht das Bergauf- und Bergabwandern. Es kann an Ihren Kräften zehren. Nehmen Sie daher Obst, Müsliriegel oder Brote mit, Ihr Hund wird sich auch über einen Extrasnack freuen. Sie werden feststellen, dass das mitgebrachte Sandwich oder Obst wesentlich besser schmeckt als üblicherweise und Sie und auch Ihr Hund fantastisch schlafen werden.

 

 

Trinken ist wichtig!
Trinken ist wichtig!

Erste-Hilfe-Kit

Nicht nur zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie einen Erste-Hilfe-Kit mitführen, sondern auch um Ihren Hund im Notfall versorgen zu können. Im Fachhandel gibt es spezielle Erste-Hilfe-Kits für Hunde, um z.B. Hundepfoten zu verbinden. Die Auswahl des Zubehörs hängt natürlich von Ihren Planungen und Ihrer eigenen Grundkonstitution (Allergien z.B. nach Wespenstichen oder Pollen, Neigung zu Kopfschmerzen etc.) ab.
Hier eine Grundauswahl, die wir empfehlen würden. Medikamente können Sie übrigens auf Mallorca sehr günstig in allen „farmacias" kaufen. Nur bitte beachten Sie, dass die Inhaltstoffe manchmal höher dosiert sind als in Deutschland.
Tabletten gegen Kopf- und allgemeine Schmerzen (Paracetamol wirkt schneller bei Kopfschmerzen, Iboprufen bei allg. Schmerzen, Aspirin® schlägt manchen Menschen auf den Magen: also Vorsicht!)

 

  • Etwas gegen Durchfall
  • Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand (Fenistil®).
  • Blasen- und Wundpflaster
  • Traubenzucker
  • Zeckenzange / Pinzette
  • Rescue-Notfall-Tropfen
  • Mullbinden
  • Wundsalbe
  • Augen- und Ohrentropfen
  • Tücher evt. zum Kühlen
  • Heilsalbe (z.B. rissige Pfoten)
  • Spot-On-Präparate (Advantix®, Exspot®, Preventic®) oder Scalibor®Protektorband (gegen Zecken und Flöhe)

 

Hunderucksack

Es kann von Vorteil sein, wenn der Hund "seine eigene Ausrüstung" trägt. Dies ist ein weiterer Anspruch an den Hund. Es sollte aber vorab getestet werden, ob der Hund damit klarkommt. Er darf auch kein zu großes Gewicht tragen. Obergrenze wäre da ca. ¼ des Eigengewichtes ab einem Alter von ca. 1-2 Jahren).

 

Hundekotbeutel

Bitte halten Sie sich auch auf Mallorca daran, Hundekot gerade in den Städten und an den Stränden aufzusammeln.

 

Impfpass

Der internationale Impfpass ist auf Mallorca zwingend zur Einreise erforderlich (siehe unter "Einreise") mit entsprechender Impfung gegen Tollwut (nicht älter als 12 Monate!) sowie einer Kennung durch einen Micro-Chip. Diesen sollten Sie auch bei einer Wanderung als Identifizierung dabeihaben. Auf Mallorca ist dies Pflicht.

 

Maulkorb

Ein Maulkorb sollte dann dabei sein, wenn Sie einen großen Hund ab einer Größe von 55 cm haben. Diese Hunde haben laut Gesetz auf Mallorca eine Maulkorbpflicht. Bisher haben wir eine Kontrolle noch nie erlebt, aber besser ist besser!

 

Regen- und Sonnenschutz

Denken Sie daran, je nach Wetter, Sonnenschutz oder auch Regenschutz mitzunehmen. Seien Sie sich auch darüber im Klaren, dass der Wind in den Bergen im Winter sehr kühl sein kann. Im Winter kann es zudem manchmal sehr stark regnen, da werden gerade Hunde mit kurzem Fell sehr nass und deshalb kann ein Hunderegenmantel von Vorteil sein.

Dagegen kann Hitze für Sie und Ihren Hund ein richtiges Problem darstellen, denn Hitzschlag und Dehydrierung sind bei Mensch und Tier nicht ungefährlich. Überanstrengen Sie weder sich noch Ihren Hund, gönnen Sie sich reichlich schattige Pausen und viel Wasser.

 

Wanderstöcke

Diese sollten Ihnen beim Abstieg eine gute Hilfestellung sein. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Hund Sie bergab nicht zieht, um nicht Gefahr zu laufen zu stürzen. Achten Sie auch auf Ihren Puls, der besonders beim Aufsteigen emporschnellen kann. Gehen Sie lieber langsam und stetig. Oftmals erfordern die Wege Ihre uneingeschränkte Wachsamkeit, daher ist es ratsam stehen zu bleiben, um die Landschaft zu genießen. Da man im Durchschnitt ca. 300 Kilokalorien pro Stunde verbraucht, ist das Bergwandern auch eine der gesündesten Wege, ihre Figur in Form zu halten sowie die ihres Hundes und ihrer beider Ausdauer zu trainieren. Überfordern Sie Ihren Hund nicht. Fangen Sie mit leichten und kürzeren Wanderungen an, das schont nicht nur Ihren Vierbeiner, sondern steigert auch schonend Ihre Kondition. Bei Hunden mit Gelenk- oder Hüftproblemen sollten Sie von den mittelschweren und anspruchsvollen Wanderungen in den Bergen absehen und leichte Wanderungen wählen.