Hier gibt es vorab ein paar Grundregeln, die Sie in der Öffentlichkeit einhalten sollten:

Leinenpflicht:

Auf Mallorca gilt immer und überall die Leinenpflicht für Hunde! Dies gilt für ganz Spanien! 
Sie werden vor Ort feststellen, dass sich die Einheimischen nicht immer daran halten. 
In Ortschaften sollten Sie Ihren Hund immer angeleint führen, selbst wenn Ihr Hund gehorsam ist und keiner Fliege etwas tut. Sie vermeiden so einfach Ärger und unfreundliche Blicke. In ländlichen Bereichen, also im Campo oder am Strand (außerhalb der Badesaison) können Sie Ihren Hund natürlich auch mal laufen lassen, vorausgesetzt, Sie haben alles im Griff und Ihr Hund hat nicht immer Appetit auf Kaninchen und Schafe. Ein jagender Hund ist auf Mallorca nicht gerade der beliebteste Gast und die Reaktionen auf ein solches Verhalten können sehr böse und ernsthaft ausfallen.

Auf Wanderungen oder bei anderen Gelegenheiten werden Sie auch Einheimischen mit Hund begegnen. Oft leinen die Mallorquiner ihre Hunde schnell an, sobald sie andere Spaziergänger mit Hund entdecken. Dies liegt meist daran, dass viele Mallorquiner eher unsicher sind im Umgang mit anderen Hunden.
Probleme gibt es oft mit Rüden, denn diese werden selten kastriert. Starkes Dominanz- und Territorialverhalten, häufig durch unfachmännische Tierhaltung hervorgerufen, sorgt teilweise für aggressive Reaktion auf Artgenossen. Hundeerziehung wird so gut wie nicht praktiziert.

 

Entsorgen Sie die Exkremente Ihres Hundes

Wenn Sie Ihren Urlaub planen, dann sollten die Kotbeutel ganz oben auf dem Zettel stehen, denn bei Hundedreck verstehen die Mallorquiner keinen Spaß.
In einigen Gemeinden wie Calvia, Palma und Llucmajor werden die Hundehalter mit sehr hohen Strafen belegt, wenn sie den Dreck ihres Hundes liegen lassen. Dies sollten Sie unbedingt beachten, gerade in Städten und Ortschaften!
Während der Wanderungen empfehlen wir, am besten eine doppelte Plastiktüte zu benutzen, da man üblicherweise auf den Wanderwegen keine Mülleimer findet. Alternativ kann man den Hundekot auch mit einem kleinen Ast in die Büsche schieben oder mit einem Stein bedecken.

 

Quelle: tasso
Quelle: tasso

Der Hund und das Auto

Dass Hunde bei warmen Temperaturen nicht in ein abgestelltes Auto gehören, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Zudem sollte man beim Autofahren ein nasses Handtuch mitführen. Darauf können Hunde ruhen oder das Fell kann damit leicht abgerieben werden. Leider denken immer noch zu viele Menschen nicht daran, wie schnell sich ein Auto aufheizen kann. Es wird häufig als Gefahrenquelle unterschätzt. Scheint die Sonne auf den PKW, können schnell Temperaturen von über 60 °C im Inneren entstehen. Unter diesen Umständen hat der Hund keine Chance, für ausreichende Abkühlung zu sorgen.
Lassen Sie Ihren Hund an sonnigen oder auch warmen Tagen NIEMALS im Auto. Schnell dauern die „fünf Minuten" länger als vermutet. Das Auto, das Sie auf einem schattigen Parkplatz abgestellt haben kann nach einer Weile der prallen Sonne ausgesetzt sein und dies bedeutet schnell eine Todeszelle. Es reicht nicht aus, die Fenster des Autos einen Spalt zu öffnen. Bedenken Sie auch, dass Sie die Temperaturen niedriger empfinden als Ihr Hund. Wir Menschen haben den Vorteil, uns angemessen kleiden zu können. Außerdem ist unser „Kühlsystem" wirkungsvoller als das des Hundes (Lesen Sie dazu auch "Hund und Hitze").

Cabrio fahren ist leider auch keine gute Erfrischung. Der Fahrtwind oder die Zugluft bei offenem Fenster ist für Hunde gefährlich. Augenentzündungen sind meist die Folge.

 

Der Hund am Strand

Strandverbot! Leider sind die meisten Strände Mallorcas für Hunde absolut tabu. Während der Badesaison sollten Sie dies auch unbedingt einhalten. Es besteht ein generelles Hundeverbot an allen Badestränden der Insel. Schon wegen der Hitze sollten Sie in den Sommermonaten auf Spaziergänge am Strand verzichten. Sie werden an einem vielbesuchten Strand auch nicht sehr weit kommen. Im Süd-Westen der Insel (im Raum Palma-Calvia) wird vermehrt durch Ordnungshüter kontrolliert. Ein Hund ohne Leine kostet schnell einmal bis zu 3.000,- € Strafe. Polizeipatrouillen und vor allem deutsche Strandgäste werden Sie schnell darauf hinweisen, dass Hunde nicht erlaubt sind. Unsinnigerweise gilt dies auch für die Wintersaison. Außerhalb der normalen Badezeiten werden Hunde jedoch an einigen Stränden geduldet. In den Augen der Verwaltung ist dies hauptsächlich ein hygienisches Problem, da leider viele Hundebesitzer den Kot ihrer Tiere nicht beseitigen. Daher rührt das strikte Hundeverbot. Respektieren Sie daher nicht nur in Ihrem eigenen Interesse dieses Verbot. Laut der mündlichen Aussage einer Guardia Civil-Beamtin sind in der Gemeinde Artá zumindest hier Hunde an felsigen Küstenabschnitten erlaubt, vorausgesetzt sie belästigen niemanden. Dies kann sich jederzeit ändern und ist nicht verbindlich. Je nachdem wen Sie fragen, werden Sie verschiedene Aussagen erhalten.

 

Seit 2015 gibt es immer mehr Strände, an denen man zumindest im Winter Hunde mitnehmen kann. Bitte schauen Sie hier auch immer an die aktuellen an den Stränden aufgestellten Schilder.

 

Ganz wichtig: sollten Sie einmal von der Guardia-Civil angehalten werden, geben Sie Ihren Hund niemals ab. Rufen Sie in einem solchen Fall umgehend ein deutschsprachiges Tierheim der Insel an (Infos dazu auf der "Linktipps" Seite). Hier wird Ihnen sicher geholfen. Wir haben selber niemals eine Kontrolle mit Geldbuße erlebt, es wird aber in der Presse gerne darüber geschrieben.
Nach einem Bad im Meer ist es ratsam, das Meersalz mit klarem Wasser aus dem Fell zu spülen.

Tiermarkt

Es gibt auf Mallorca diverse wirklich schöne Wochenmärkte. Leider gibt es dort immer noch neben dem Verkauf von Tieren für die Landwirtschaft unendlich viele Menschen, die jede Art von Hundewelpen verkaufen. Sie werden als gut gezüchtete Rassehunde angeboten und leider fallen immer wieder Touristen und auch Mallorquiner darauf herein. Sicher sind diese Hundebabys entzückend - bitte unterstützen Sie diese Massenvermehrung nicht mit dem Kauf eines Hundes. Hier geht es skrupellosen Hundevermehrern nur um das schnelle Geschäft. Dass es sich um fühlende Wesen mit Angst und Schmerz handelt, diese kleinen Hund oft voller Krankheiten stecken, zählt nicht. Mit diesem "Mitleidskauf" unterstützen Sie das grausame Geschäft mit den Welpen. Sollten Sie Interesse an einem Hund haben, schauen Sie bei einem empfohlenen Tierheim vorbei und lassen sich ausführlich über alle Vor- und Nachteile beraten (Infos dazu finden Sie auf unserer Linktipps Seite oder auch bei www.baldea.de). Ein schnell gekaufter Hund ohne ausreichende Beratung und eigene Überlegung landet leider oft im Tierheim des Heimatlandes.

 

Restaurants: leider nur draußen - Perros NO!

Hunde haben in Restaurants keinen Zutritt. Auf der Terrasse werden sie geduldet. Bitte fragen Sie die Kellner vorher, ob sie etwas gegen einen Hund haben. Immer mehr Mallorquiner akzeptieren Hunde auf der Terrasse und geben ihnen auch gerne eine Wasserschüssel für ihren Hund.

Auch einige Ladenbesitzer reagieren unfreundlich auf Hunde. Aber wie überall gibt es Ausnahmen, auch wenn Spanien zu Recht nicht gerade als hundefreundliches Land gilt. Gerade indem Sie Ihren Hund selbstverständlich überall hin mitnehmen, tragen Sie indirekt dazu bei, den Einheimischen als Vorbild zu dienen.

 

Öffentliche Verkehrsmittel/Taxen

Hunde haben auch hier leider keinen Zutritt. Sie werden Ihren Hund in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht befördern können. Daher müssen Sie unbedingt ein Auto mieten und auch hier auf einen guten Transportschutz (Gitter- oder Netzabtrennung, Anschnallgurt für Hunde) achten. Sie können hier die Flugbox gut im Laderaum als Transportbox nutzen.

 

Im Raum Palma dürfen durch die gute Arbeit von BALDEA seit 2016 in den Buslinien 1 -2 -3 -15 -20 -21 -30 Hunde mitgenommen werden.