Wir geben Ihnen hier lediglich unsere Empfehlungen weiter, die wir in all den Jahren der Tiervermittlung sammeln konnten. Sie sollten sich bitte immer selber vor Anreise entsprechend informieren.

 

Einreisebestimmungen

Mallorca hat wie jedes EU-Land eigene Einreisebestimmungen. Diese sind in der EU-Verordnung hinterlegt und können jederzeit von Ihnen auf diversen Internetseiten eingesehen werden (EU-Verordnung 998/2003 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 26.05.2003).

Derzeitige Auflagen:

Die Verordnung 998 / 2003 gilt nicht für Tiere, die Gegenstand eines Verkaufs oder einer Eigentumsübertragung sind. Die Verordnung besagt, dass Heimtiere zur eindeutigen Identifikation mit einem Chip elektronisch gekennzeichnet sein müssen (ISO-Norm 11784 oder 11785). Falls der Chip diesen Normen nicht entspricht, muss vom Tierhalter ein entsprechendes Lesegerät zur Verfügung gestellt werden. Bis zum Jahre 2011 kann die Kennzeichnung auch in einer gut lesbaren Tätowierung bestehen (vergessen Sie nicht, Ihren Hund kostenlos registrieren zu lassen: siehe auch bei "Mein Hund ist weg"). 
Bei Reisen muss der Heimtierausweis mitgeführt werden, der von einem Tierarzt ausgestellt ist und aus dem hervorgeht, dass im Einklang mit den Empfehlungen des Impfstoffherstellers eine gültige Tollwutimpfung des betreffenden Tieres - gegebenenfalls eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut - mit einem inaktivierten Impfstoff (WHO-Norm) vorgenommen wurde. Die deutsche Tollwut-Verordnung wurde am 20.12.2005 dem EU Entscheid 2005 / 91 / EG angepasst. Danach muss ein Welpe bei Erstimpfung mindestens 3 Monate alt sein und die Impfung wird als gültig bezeichnet, wenn sie mindestens 21 Tage zurückliegt (einige Botschaften / Konsulate geben noch 30 Tage an). Die Impfung muss entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers wiederholt werden. Eine Wiederholungsimpfung ist dann unmittelbar gültig. Ihr Tierarzt bzw. Ihre Tierärztin berät Sie gerne.

Auf Mallorca gibt es zwar keine Tollwut, dennoch wird eine Impfung verlangt. Auch gilt auf Mallorca Leinenzwang sowie Maulkorbpflicht für bestimmte Hunderassen und Größen.

Besitzer von Hunden, die zu den als potentiell gefährlich eingestuften Rassen gehören

(Pit-Bullterrier, Staffordshire-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino, Fila Brasiliero, Tosa-Inú, Akita-Inú) müssen sich zwecks Registrierung und Einhaltung der Vorschriften an die zuständige Gemeinde und autonome Regierung wenden. 

 

Nervostität

Ist Ihr Hund bei längeren Reisen übernervös oder ängstlich, sprechen Sie Ihren Tierarzt auf eventuelle Beruhigungsmittel an. Wir haben durch unsere Zusammenarbeit mit dem Tierschutz die Erfahrung gemacht, dass Hunde sogar ohne Beruhigungsmittel in Tablettenform auskommen. Es wurden gute Erfahrungen mit homöopathischen Rescue-Tropfen oder D.A.P. Sprays gemacht. Sie als Halter müssen lediglich mit dem Tier ruhig und nicht ängstlich umgehen. Ihr Tier wird sich in einer geeigneten Flugbox dann sehr wohl fühlen. Sprechen Sie dies bitte mit Ihrem Tierarzt vorher ab. (weitere Info`s dazu unten)

 

Reisen mit einer Hündin

Haben Sie eine Hündin? Prüfen Sie, ob sie während der Reise läufig werden kann. Dann müssen Sie auf der Reise mehr auf Hundebegegnungen achten! Vielleicht wollen Sie die Läufigkeit Ihrer Hündin hormonell verschieben? Dies kann Ihr Tierarzt klären. Auf Mallorca gibt es zahlreiche streunende Rüden, die Ihnen im harmlosesten Fall lästig werden können.

 

Futter

Denken Sie daran, dass für die meisten Tiere eine Futterumstellung ein zusätzlicher Stressfaktor ist und es zu Magen-Darm-Störungen kommen kann. Nehmen Sie entweder ausreichend Futter von zu Hause mit oder planen Sie bei Ankunft ein, in einen entsprechenden Tierfutterladen zu gehen (Liste von Geschäften kann bei uns bestellt werden). In den großen Supermarktketten, aber auch in vielen kleinen „Garagen-Läden" der kleinen Dörfer, kann man gutes Hundefutter wie z.B. Royal Canin, Eucanuba, Hills, Brekkies beziehen.

Unser TIPP!  "Brekkies Exel" hat bei Stiftung Warentest mit der Note 1,8 abgeschnitten und ist genauso gut zu bewerten wie andere hochwertige Futtermarken; nur ist dies viel günstiger! Müssen Sie dennoch am Urlaubsort eine Futterumstellung durchführen, machen Sie das schrittweise. Mischen Sie allmählich größer werdende Portionen des neuen Futters unter das Gewohnte.

 

Reisen mit dem Flugzeug

Erkundigen Sie sich vor der Flugbuchung bitte bei Ihrer Fluggesellschaft über die Bedingungen und Kosten einer Tierbeförderung. Die Anzahl der zu befördernden Tiere ist je nach Flug und Strecke limitiert. Bei einigen Fluggesellschaften zahlen Sie für den Hund einen Pauschalpreis, bei anderen zahlen Sie nach Gewicht!
Beförderung in der Kabine mit Begleitperson ist möglich für Hunde bis ca. 5-8 kg incl. Transportbehältnis (Größe ca. 45 x 23 x 29 cm). Diese Box oder besser weiche Tasche muss wasserdicht und luftdurchlässig sein und darf die üblichen Handgepäckmaße nicht übersteigen. Die Tiere dürfen während der gesamten Flugzeit nicht herausgeholt werden. Abweichungen je nach Fluggesellschaft möglich.

 

Die Beförderung aller größeren/schwereren Tiere erfolgt im Gepäck- bzw. Frachtraum in speziellen Flug-Transportboxen. Beim Kauf einer Flugbox (sog. Kennels) würden wir immer dazu raten, eine Nummer größer zu nehmen, als der Hersteller Ihnen rät. Ihr Hund sollte gut darin stehen, sitzen und liegen können. Diese müssen außerdem stabil, ausbruchsicher und wasserdicht sein.
Es wird häufig empfohlen, die Flugbox schon vorzeitig in der Wohnung/ im Haus aufzustellen, damit sich der Hund daran gewöhnen kann. Dennoch haben wir im Tierschutz die Erfahrung machen können, dass sich die Hunde immer gut in die Box hineinsetzen lassen und sich dort auch sicher fühlen. Der Flughafen ist für einen Hund eine laute und ungewohnte Umgebung - da geht er gerne zum Schutz in „seine Hütte"! Machen Sie sich hierzu also nicht all zu viele Sorgen. Je entspannter Sie mit Ihrem Hund sind, desto einfacher wird die Reise auch für ihn.


Achten Sie bei Ihrer mobilen Hundehütte bitte darauf, dass Sie außen deutlich auf Deutsch und Spanisch den Namen des Tieres, Adresse vom Zielort (auf der Heimreise Heimatort), Telefonnummern und evt. Merkmale des Tieres (ängstlich o.ä.) in einer Klarsichthülle aufkleben, z.B. Me llamo "Name des Hundes" (Mein Name ist...) .
Einige Fluggesellschaften empfehlen außerdem eine Kopie des Impfausweises sowie eine Ersatzleine an der Box anzubringen.

 

Hinweis für die Reise
In jedem Fall sollten Sie für eine Flugreise mindestens 2 Wochen einplanen, damit sich der Hund von der Reise erholen kann.


Der Flug

Buchen Sie, wenn es geht einen Direktflug, damit Ihr Hund nicht 2 Starts und Landungen erleben muss. Während der heißen Monate ist die Gefahr der Überhitzung für das Tier nicht zu unterschätzen. Lassen Sie sich deshalb lieber einen Flug am frühen Morgen oder am späten Abend geben.

Die letzte Mahlzeit sollte 6-8 Stunden vor Abflug gegeben werden.
Die Flugbox sollte während des Fluges mit einer saugstarken Unterlage ausgelegt sein, damit eventuell Erbrochenes oder auch Urin aufgenommen werden kann.
Befestigen Sie die Unterlage vorsorglich mit doppelseitigem Klebeband am Boden der Box. Unsere Hunde fliegen mit „ungewaschener" Hundedecke (dann hat man gleich den Schlafplatz dabei und der Hund seinen heimischen Geruch) und einem Kauspielzeug oder Kauknochen.
Benötigt der Hund Wasser? Bei der kurzen Flugzeit eigentlich nicht; aber dennoch können Sie den Trinknapf, der mit den Boxen meist beim Kauf mitgeliefert wird, z.B. vor dem Abflug mit Eiswürfeln füllen, dann kann beim Transportieren der Box kein Wasser auslaufen und Ihr Hund hat kurze Zeit später trotzdem etwas zu trinken (fragen Sie am Flughafenrestaurant nach!). Beachten Sie jedoch, dass sich der Hund nur im allergrößten Notfall in seine Box entleeren wird und er deshalb nicht zu viel trinken sollte.

 

Klären Sie mit Ihrem Tierarzt, welches Beruhigungsmittel für Ihr Tier am besten geeignet ist, und testen Sie es vor Antritt der Reise mindestens einmal, damit Sie am Flughafen keine Überraschung erleben (umgekehrte Wirkung!). Beruhigungstropfen können Sie Ihrem Hund kurz vor der Abfahrt zum Flughafen geben. Sollten Sie die Flugbox mit dem sog. D.A.P. Spray (Beruhigungsspray) aussprühen wollen, machen Sie dies wenn möglich am Flughafen und warten ein paar Minuten, bis Sie den Hund einsetzen. Der Alkohol muss kurz verfliegen können. Das Spray können Sie dann noch in Ihrem Koffer verstauen (für den Rückflug) - es darf nicht ins Handgepäck.
Wenn Sie sich für Beruhigungstabletten entscheiden: diese sollte Ihr Hund 1-2 Stunden vor Abflug bekommen. „Dröhnen" Sie Ihren Hund aber nicht zu. Lieber etwas weniger geben, als empfohlen. Ihr Schatz soll ja noch etwas mitbekommen und sich auf allen 4 Pfoten halten können. Ihr Tierarzt wird Ihnen das richtige Medikament verschreiben.


WICHTIG!! Holen Sie Ihr Tier sofort nach der Landung am Sperrgepäckschalter ab. Informieren Sie sich vor dem Abflug sicherheitshalber noch einmal beim Ankunftsflughafen "Son Sant Juan", wie die Ausgabestelle heißt und wo sie sich im Flughafengebäude befindet (Info gibt es meist übers Internet).
Sie selbst sollten die Originalunterlagen, die Sie als Kopie an der Box befestigt haben, natürlich mit sich führen. Sowie evt. ein Foto Ihres Lieblings.
Und denken Sie daran, Ihr Mietauto vor Ort sollte so groß sein, dass Hund und Hundebox gut transportiert werden können. Auch auf Mallorca muss Ihr Hund gut gesichert im Auto mitfahren. Entweder im dafür vorgesehenen und mit einem Netz abgetrennten Laderaum oder mit einem speziellen Sitzgurt für Hund.
Unser Tipp: nutzen Sie die Flugbox als sicheren Ort bei den Autofahrten!


Bei der Rückreise dringend am Flughafen von Mallorca zu beachten:

Ihr Hund wird auch wieder am Sperrgepäckschalter abgegeben. Dort gibt es das gleiche Prozedere wie schon in Deutschland (Box wird vorab durchleuchtet). Kleine Hunde werden auf dem Förderband in den Gepäckbereich transportiert. Dieses Transportband geht steil nach unten. Fragen Sie hier unbedingt nach einer „Sicherung" (una seguridad). Es haben sich hier schon Hundeboxen überschlagen.

Große Hunde mit Groß-Boxen müssen mit einem Wagen zum Gepäckraum transportiert werden. Schauen Sie, ob hier die Flughafenmitarbeiter sorgsam mit der Box umgehen - begleiten Sie im Notfall Ihr Tier solange, wie Sie mitkommen dürfen. 

 

Reisen mit dem Schiff

Generell ist eine Fährverbindung nach Mallorca für einen Hund recht stressvoll. Neben der langen Autoreise zum Hafen ( Barcelona, Denía) kommt dann noch eine Überfahrt von rund 7 Stunden auf Ihr Tier zu. Nicht alle Fähren lassen es zu, dass das Tier in eine Box umgeladen wird und das Tier muss alleine im Auto bleiben. Im Sommer wird es hier schon gerne mal über 40°C... Die Boxen an Deck stehen oft nahe den Motoren und auch das ist kein guter Platz für den Hund. Wir würden immer zu einer Flugreise raten.

Wenn Sie ein Schiff nehmen, erkundigen Sie sich vor der Reise bitte genau, wie und wo Ihr Hund untergebracht wird.